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VDSL in Kleve und Bedburg-Hau

TL;DR;

Morgen wird die neu eingebaute VDSL-Technik im Vorwahlbereich 02821 freigeschaltet. Buchbar wird es ab Samstag, 15.02.2014, die Buchung soll heute, Freitag, 14.02.2014, in den späten Abendsstunden möglich werden.

Am 17.02.2014 um 17:30 Uhr wird es im Kolpinghaus eine Informationsveranstaltung geben.

Kleve digital - wir starten mit Highspeed durch

Die Deutsche Telekom AG und die Stadt Kleve luden heute zu einer Pressekonferenz zum VDSL-Ausbau in der Schwanenstadt. Als lokaler Blogger habe ich mich auch eingeladen gefühlt.

Die Deutsche Telekom AG (DTAG) hat viel im Kleverland gebuddelt:

Die Telekom in Kleve investiert

Die Kosten für die sicherlich größte Umbaumaßnahme am Klever Telefonnetz belaufen sich auf 8-10 Millionen Euro, die von der DTAG selbst getragen werden. Bereits 400.000 € hatte die Stadt Kleve für den Breitbandausbau im Haushalt vorgesehen, die aber nun nicht benötigt werden, betont Stadtkämmerer Haas. Dieses Geld war nur für einen Ausbau des Ortsteil Reichswalde und teilweise Materborn vorgesehen. Dort waren bislang maximal 2 MBit/s möglich. Theo Brauer, Bürgermeister der Stadt, findet den Ausbau persönlich großartig und hat es sich nicht erdenken können, dass er in diesem Maße überhaupt stattfindet. So kann der bekennende (und selbstbezeichnende) Applefreak nun auch sein SmartTV nutzen und mit seinem Apple TV die Mediatheken richtig nutzen.

Der VDSL-Ausbau geht zurück auf des Jahr 2012. Dort wurden seitens der Stadt erste Gespräche mit der DTAG gesucht um das Versorgungsproblem in Materborn und Reichswalde zu lösen. Ende des Jahres 2012 erfuhr Brauer, dass es ebendiesen Vollausbau im Stadtgebiet geben wird; vorerst jedoch streng vertraulich. Öffentlich wurde es im Februar 2013, kurz danach begann der Ausbau mit vielen Baustellen in Kleve und teilen Bedburg-Haus, alle alten Kabelverzweiger wurden Überbaut, vereinzelt wurden einige um ein paar Meter versetzt. In den neuen Multifunktiongehäusen in denen die Outdoor-DSLAM-Technik schlummert sei neuste Technik verbaut worden, so die DTAG. Technik lässt auch Vectoring zu, was dem Endkunden dann bis zu 100 MBit/s im Down- und 40 MBit/s im Upload bietet.

Es gibt noch immer vereinzelt eine Unterversorgung

Von dem Ausbau profitieren rund 25.800 Haushalte in Kleve und Bedburg-Hau. Klar ist, dass nicht jedem Haushalt 50 MBit/s garantiert werden können. Frank Nelling, Key Account Manager im Infrastrukturvertrieb Region West der DTAG geht davon aus, dass etwa eine Hand voll Haushalte nun keine Breitbandversorgung erhalten wird. Brauer verspricht in diesen Spezialfällen ein persönliches, klärendes Gespräch.

Morgen startet auch die Vermarktung

Natürlich möchte die DTAG ihre neue Technik auch verkaufen. Es werden in den nächsten drei Monaten Direktvermarkter von Haus zu Haus gehen, Postwurfsendungen verteilt und mit Marketing-LKW durch die Gegend gefahren.

Was muss man tun, um VDSL nun zu nutzten?

Ganz einfach: Den Telefonanbieter kontaktieren. Die neue Technik ist nicht nur für Telekomkunden nutzbar, sondern auch für Kunden von 1&1, Vodafone oder wie sie alle heißen. Unitymedia-Kunden profitieren von den Ausbau nicht. Hier wird eine andere Übertagungstechnik auf einen anderen Übertragungsweg genutzt.

Ist der neue Tarif gebucht, so können 5-10 Tage ins Land gehen, bis man auch wirklich den neuen Anschluss hat. Das liegt nicht daran, dass die Telekom das nicht schneller will, sondern für jeden Anschluss muss an den großen grauen Kästen ein Kabel umgesteckt werden.

Für Technik-Freaks

Bis jetzt gibt es in Kleve 5 (HVz)[http://de.wikipedia.org/wiki/Vermittlungsstelle] und mehr als 170 KVz. FTTH ist vorerst nicht geplant, man hält erstmal an Kupfer auf der Last Mile fest.

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